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Mit 205 km/h auf den zweiten Platz der Senior TT

vom 23.06.2010

Die Piloten vom Team MSS Colchester Kawasaki geben in der Britischen Superbike Meisterschaft Gas und ihre Kawas sind mit Rennsportteilen von TRW Lucas ausgestattet. Doch für Teamchef Nick Morgan und seine Jungs sind normale Rennstrecken schon lange keine echte Herausforderung mehr. Auf der Isle of Man geht es da schon ganz anders zur Sache und für das Team war es Ehrensache, dort auch bei der TT 2010 im Juni dieses Jahres anzutreten. Als Fahrer war Ryan Farquhar dabei und der Road Racing Champ aus Irland fuhr mit seinem Kawasaki Ninja ZX-10R Superbike im Senior TT auf den zweiten Platz.
Hinter der für deutsche Ohren so harmlosen Bezeichnung „Senior TT" verbirgt sich das vielleicht härteste Rennen auf der Insel. Es findet traditionell am letzten Tag der Veranstaltung statt und ist der krönende Abschluss. Sechs Runden mit einer Länge von jeweils 62 Kilometern sind zu bewältigen. Über welche Ausdauer, Kraft und Nervenstärke die Piloten verfügen müssen, kann man nur erahnen.
Dazu kommt die unglaubliche Beanspruchung des Materials. Austragungsort sind halt die Landstraßen der Insel. Und die sind nicht unbedingt mit einer deutschen Bundesstraße zu vergleichen. Es geht dicht an Mauern, Hecken, Zäunen und Bäumen vorbei. Bodenwellen, enge Kurven und tückische Brücken - der Parcours ist mit so ziemlich allen Hindernissen garniert. Kiesbetten und Fangzäune wie an einer normalen Rennstrecke gibt es dafür nicht. Beim Senior TT gibt es nach je zwei Runden einen Tankstopp und dabei geht es um Sekunden.
In diesem Jahr war der Senior TT allerdings noch nerven-aufreibender als sonst. Nach einem Crash von Guy Martin gab es die Rote Flagge in Runde drei, danach Neustart und ein verkürztes Rennen über vier Runden. Beim zweiten Versuch durften auch die Fahrer wieder mitmischen, die in den ersten Runden wegen technischer Probleme schon aufgegeben hatten. Und das war das große Glück für Ryan Farquhar. Der hing wegen einer defekten Benzinpumpe fest Doch nun hieß es: Neues Spiel und neues Glück! In Windeseile wurde repariert, Ryan war wieder dabei und fuhr auf den zweiten Platz. Sieger des Rennens wurde wie in den übrigen Läufen der Soloklassen dieses Jahr der unglaubliche Ian Hutchinson, der mit einer Durchschnitts-geschwindigkeit von 128,6 Meilen bzw. 206,9 km/h unterwegs war.

Foto:
Beim Tankstopp muss jeder Handgriff sitzen.

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