Tipps & Tricks

  • Gibt es von TRW-Lucas noch Zweitmarken, die günstiger sind?
    Wer auf Top-Qualität und maximale Sicherheit setzt, kommt an Motorrad-Ersatzteilen und Zubehörprodukten von TRW-Lucas nicht vorbei. Unser Name bürgt für einzigartige Qualität! Wir führen keine Zweitmarken und hinter keinem anderen Produktnamen verbirgt sich TRW-Lucas als Hersteller.
  • Warum können Motorradfahrer nicht bei TRW-Lucas direkt kaufen?
    TRW-Lucas ist eine Marke von ZF, eines der weltweit größten Unternehmen in der Automobilindustrie. Motorradfahrer erhalten alle TRW-Lucas Motorrad-Ersatzteile und Zubehörprodukte nur im Motorrad-Fachhandel oder online. Aus logistischen Gründen ist es leider nicht möglich, unsere Produkte direkt an einzelne Motorradfahrer zu verkaufen. Unter Händlersuche finden Sie eine Auswahl an TRW-Lucas Vertriebspartnern ganz in Ihrer Nähe. Diese bieten Ihnen besten, fachgerechten Service und persönliche Beratung.
  • Altert Bremsflüssigkeit auch in der geschlossenen Flasche?
    Bremsflüssigkeiten DOT 3, DOT 4 und DOT 5.1 bestehen im Gegensatz zu DOT 5 (Silikon) hauptsächlich aus Polyglykolverbindungen. Sie sind hygroskopisch und ziehen Feuchtigkeit aus der Luft an. Daher sollten die Gebinde original verschlossen und trocken aufbewahrt werden. Bei der Lagerung sind außerdem starke Temperaturschwankungen zu vermeiden. Selbst die besten Gebinde sind aber nicht hermetisch gegen Luft abgeschlossen, ihre Inhalte nicht dauerhaft geschützt. Eine original verschlossene und korrekt gelagerte Bremsflüssigkeit kann in der Regel maximal 5 Jahre aufbewahrt werden.

    Nach dem Öffnen sollte der Inhalt einer Dose möglichst komplett verbraucht werden. Angebrochene Dosen gut verschließen und rasch verwenden. Am besten immer nur bedarfsgerechte Mengen einkaufen!
  • Kann eine stahlummantelte Leitung auch undicht werden?
    Ohne äußere Einflüsse sicherlich nicht. Diese können sein: Schweißfunken verbrennen die Leitung oder die Verlegung am Motorrad verläuft zu dicht an elektrischen Kabeln vorbei. In beiden Fällen weisen dunkle Stellen auf dem Stahlgewebe auf eine Verkohlung der Teflon-Innenseele hin. Durch unsachgemäße Verlegung können auch Scheuerstellen entstehen, die das Gewebe aufreiben und das Teflon beschädigen. Siehe dazu auch die Schraubertipps für Stahlflexleitungen im Download Bereich.
  • Kann ich bei Stahlflexleitungen auch Kupferdichtringe verwenden?
    Selbst wenn chemische Reaktionen unterschiedlicher Spannungsreihen wie Kupfer und Aluminium möglich wären, so ist die Verwendung von Kupferdichtringen bei Stahlflexleitungen mit Alu-Anschlüssen dennoch unbedenklich. TRW-Lucas liefert grundsätzlich alle Leitungen mit Alu-Dichtungen aus. Diese bitte komplett mit Bremsflüssigkeit benetzen, bevor die Alu-Anschlüsse mit der entsprechenden Hohlschraube angezogen werden. Siehe dazu auch die TRW-Lucas Schraubertipps für Stahlflexleitungen.
  • Können Stahlflexleitungen die Bremsleistung verbessern?
    Stahlflexleitungen haben unter Laborbedingungen keinen Einfluss auf den Bremsweg, allerdings beeinflussen sie den Druckpunkt! Da sich Gummileitungen mit der Zeit unter Druck immer stärker ausdehnen, lässt der exakte Druckpunkt nach, die Bremse fühlt sich weich an. Stahlflexleitungen ermöglichen dagegen dauerhaft einen definierten, harten Druckpunkt. Gummileitungen müssen zudem nach 5 Jahren ausgetauscht werden, daher steht auf jeder Leitung das Herstelldatum. Spätestens nach diesen 5 Jahren sollte auf Stahlflexleitungen von TRW-Lucas umgerüstet werden, diese unterliegen keiner Alterung.
  • Meine Bremsbeläge verschleißen unregelmäßig, warum?
    Insbesondere bei mehreren nebeneinander angeordneten Kolben kann der Verschleiß an der hinteren, auflaufenden Seite des Belages etwas höher sein; dies ist somit ein konstruktiv bedingtes Problem. Bei extremer Belastung, wie Rennstrecke oder Passfahrten mit schwerer Beladung, neigen manche Bremszangen dazu, sich aufzuweiten. Damit verschleißt der Belag im oberen Bereich stärker als unten, wo der Druckaufbau verzögert ist. Somit ist dieser Verschleiß situationsbedingt. Auch durch einen klemmenden Kolben kann ein Belagbereich extrem überfordert werden. Neben einem einseitigen, stärkeren Verschleiß zeigen sich hier auch häufig Überhitzungsspuren, wie verkohlte Belagränder oder verschmolzener Lack auf der Rückenplatte. 

    Achtung: Bei unregelmäßigem Verschleiß die komplette Bremsanlage umgehend überprüfen!
  • Meine Bremsscheibe zeigt Spuren von Korrosion, was nun?
    Ganz allgemein erzielen Bremsscheiben einen umso höheren Reibwert, je weniger korrosionshemmende Elemente in ihrer Stahllegierung enthalten sind. Sie sind dafür aber umso mehr korrosionsgefährdet.
    Dies führt insbesondere bei Ganzjahresfahrzeugen bei Kontakt mit Streusalz zu elektrochemischen Reaktionen. Die daraus entstehende Kontaktkorrosion zeigt sich durch kleine Spots auf der Bremsscheibe, im Extremfall klebt der ganze Bremsbelag auf der Scheibe fest. Die Beläge müssen dann vorsichtig wieder abgelöst werden. Die auf der Bremsscheibe zurückgebliebenen Korrosionsflecken verschwinden durch nachfolgende Bremsvorgänge wieder.

    Empfehlung: Saisonfahrer: vor der Einwinterung die Beläge ausbauen und trocken lagern. Die Scheiben einfetten und so vor Korrosion schützen. Im Frühjahr dann die Scheiben unbedingt mit Bremsenreiniger vor dem ersten Gebrauch wieder entfetten. Dies erhöht die Lebensdauer der beiden Komponenten. Ganzjahresfahrer: sollten Ihr Fahrzeug häufiger reinigen und vor schädlichen Umwelteinflüssen schützen.
  • Warum müssen Bremsbeläge eingefahren werden?
    Damit neue Sintermetall-Bremsbeläge ein effektives und sicheres Bremsen ermöglichen, müssen sie zuerst einmal so weit abgenutzt werden, dass sie mit ihrer kompletten Oberfläche die Bremsscheibe berühren. Dafür benötigen sie eine kurze Einfahrzeit von etwa 10 km, bei der mehrere gemäßigte Bremsmanöver durchgeführt werden. Je älter und unebener die Scheibe ist, desto länger ist jedoch der Einfahrprozess.

    Organische Bremsbeläge müssen wesentlich sorgfältiger eingefahren werden. Dabei geht es nicht nur um den “Anbettungsprozess“ an die Bremsscheibe. Werden die Beläge direkt nach dem Einbau extrem belastet, können sie verglasen. Dabei bleiben Phenolharze wie ein dicker verbrannter Schmier auf der Oberfläche kleben. Ein effektives Bremsen ist nicht mehr gewährleistet. Außerdem verschleißt die Bremsscheibe extrem schnell.

    Bei neuen organischen Belägen sollten die Bremsmanöver nur langsam kräftiger werden, auf den ersten 100 km keine Vollbremsung erfolgen. Lässt sich diese nicht vermeiden, kann eine dünne Verglasungsschicht mit einem feinen Schleifpapier entfernt werden. Wenn eine Verglasung aber tief in den Bremsbelag eingedrungen ist, ist dies nicht mehr möglich. Der so geschädigte Bremsbelag ist unbrauchbar.
  • Warum quietschen manche Bremsbeläge?
    Bremsgeräusche basieren auf einem Resonanzaufbau von Bremsanlage, Bremsscheibe und Bremsbelägen. Je höher die Frequenz, um so mehr wird dies als Quietschgeräusch hörbar. Hochleistungsbremsbeläge, insbesondere auf Basis von Sintermetall, führen zu höheren Frequenzen und sind somit stärker wahrnehmbar. Eine Frequenzänderung kann durch den Einsatz der Anti-Quietschfolie von TRW-Lucas (Art.-Nr. MCB100) oder einen Wechsel auf eine andere Belagmischung erfolgen.
  • Was hilft gegen quietschende Bremsen?
    Hat sich Staub abgelagert, ist die Bremsanlage gründlich zu reinigen. Hilft dies nichts, Beläge ausbauen und mit Schmirgelpapier ganz leicht abziehen. Wenn auch dies keinen Erfolg bringt, sollten die Beläge ausgetauscht werden.

    Um eine Resonanzschwingung zu ändern, empfiehlt sich der Wechsel auf eine andere Belagmischung, in der Regel auf eine organische. Oder Sie verwenden die Anti-Quietschfolie von TRW-Lucas (Art.-Nr. MCB100)! Sie ist vibrationsresistent und wird einfach auf die Rückseiten der Bremsbeläge aufgeklebt. Ein Einsatz der oft empfohlenen Kupferpaste führt dagegen kaum zum Erfolg.

    Auf gar keinen Fall "mit einer Feile die Kanten brechen". Dies führt sogar zum Erlöschen der Produkthaftung. Schmierstoffe wie Pasten, Öle oder Bremsflüssigkeit, dürfen niemals auf die Belagoberfläche kommen. Sie können den Reibwert der Beläge ungünstig verändern.
  • Warum verschmutzt meine Bremsanlage so schnell?
    Während des Bremsvorgangs reibt sich der Bremsbelag an der Bremsscheibe ab. Das dabei freigesetzte Belagsmaterial bezeichnet man auch als Bremsstaub. Vor allem Hochleistungsbeläge geben besonders viel Bremsstaub ab, teilweise sprühen bei extremer Temperatur regelrecht die Funken. Bremsstaub setzt sich unvermeidbar auf der Bremsanlage und den Felgen ab. Wird er nicht regelmäßig gründlich entfernt, können sich schnell Verkrustungen bilden. In einer gut gereinigten und vor allen Dingen entfetteten Bremsanlage (Bremsenreiniger) kann sich Abrieb nicht so schnell festsetzen. Wurde aber überreichlich Kupferpaste verwendet, eventuell sogar Führungen oder Haltestifte eingefettet, findet der Bremsstaub verstärkt Haftung. Langfristig kann dadurch die Leistungsfähigkeit der Bremsbeläge beeinträchtigt werden und die Kolben ihre Leichtgängigkeit durch die Verschmutzung verlieren.

    Achtung: Dichtungen und Kolben bei einer Überholung der Bremsanlage mit Bremsflüssigkeit benetzen. Anschließend – bei zurückgedrückten Kolben – das Innere der Bremsanlage entfetten.
  • Sind Synthetiköle nachteilig für die Kupplung?
    Viele 4-Takt-Motorräder haben integrierte Getriebe. Über einen gemeinsamen Schmierkreislauf versorgt das Motorenöl den Motor und das Getriebe. Bei der Kraftübertragung stellt dabei die Nasskupplung besondere Herausforderungen an das Öl. Moderne Motorradmotorenöle sind so formuliert, dass sie die Funktion der Kupplung nicht beeinträchtigen. Für eine optimale Kraftübertragung gewährleisten sie hohe Reibwerte an der Nasskupplung und verhindern wirkungsvoll ein Rutschen der Kupplung. Motorradmotorenöle, die diesen Anforderungen gerecht werden, erfüllen den Leistungsstandard JASO MA (Japanese Automobile Standardization Organisation). Er sollte auf dem Etikett des Ölgebindes angegeben sein!

    Vorsicht ist jedoch immer geboten, wenn ein älteres Motorrad, das bisher mit mineralischem Motorenöl unterwegs war, auf ein Synthetiköl umgestellt werden soll! Diese Fahrzeuge sollten in der Regel nicht mit modernen Schmierstoffen höchster Spezifikation betrieben werden. Die in diesen Ölen enthaltenen Additive vertragen sich häufig nicht mit den Bauelementen eines älteren Motorrads. Sie haben für den Motor zu starke Reinigungswirkung und können durchaus Kupplungsrutschen begünstigen.

    Achtung! Bei der Wahl der Schmierstoffe und Funktionsflüssigkeiten sind grundsätzlich die Vorgaben des Motorradherstellers zu befolgen!
  • Wann sollten Kupplungsfedern gewechselt werden?
    Da Kupplungsfedern permanent unter Vorspannung stehen, sinkt ihre Spannkraft im Laufe der Zeit. Selbst wenn sie noch eine ausreichende freie Länge aufweisen, nimmt die Federrate des Materials durch thermische Einflüsse ab, die Federn werden weicher. Da ein Wechsel der Kupplungslamellen einen hohen zeitlichen und finanziellen Aufwand bedeutet, stehen die Kosten für neue Kupplungsfedern in keiner Relation dazu. Daher sollten die Federn immer gleich mit ersetzt werden. Wie groß wäre der Ärger, wenn nach der Erneuerung der Lamellen, der Dichtung und des Öls die Kupplung rutscht, weil die Spannung der Federn nicht mehr ausreicht.

    Empfehlung: Die verstärkten Kupplungsfedern von TRW-Lucas erzeugen einen etwa 10% höheren Anpressdruck als die Originalteile. Sie optimieren die Funktion der Kupplung und bieten einen wirksamen Schutz gegen Kupplungsrutschen.
  • Muss ich bei TRW-Lucas Alulenkern trotz ABE zum TÜV?
    Dieser Weg bleibt unseren Kunden erspart. Auf den Lenkern von TRW-Lucas ist die KBA-Nummer eingeprägt. Unterwegs ist die ABE der Lenker mitzuführen. Das ist alles!
 

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